Was ist eine Kapitalerhöhung eines Unternehmens und wie wird sie durchgeführt?
Bei der Gründung von Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung wird Kapital zur Schaffung des Vermögens der Gesellschaft eingebracht. Gesellschafter sind verpflichtet, Kapital für die Ausgaben der Gesellschaft beizusteuern, unabhängig vom Zweck oder Grund der Ausgaben. Das Kapital kann in Form von Bargeld oder in Bargeld umwandelbaren Vermögenswerten eingebracht werden. Ist in der Hauptversammlung oder der Satzung der Gesellschaft ein bestimmter Betrag für eine Kapitalerhöhung festgelegt, kann ein Gesellschafter, der kein Bargeld einbringen kann, Vermögenswerte im Gegenwert von Bargeld einbringen.
Unternehmen erhöhen ihr Kapital, um sich Ressourcen zu sichern. Sie sind ständig im Wandel und unverzichtbare Institutionen. Ob im Dienstleistungs- oder Produktionssektor – sie benötigen kontinuierlich Ressourcen, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten. Diese Ressourcen können durch eine Kapitalerhöhung beschafft werden. Die wichtigsten Gründe für eine Kapitalerhöhung sind der Bedarf an neuen Ressourcen, steuerliche Vorteile oder der Wunsch nach einer Wertsteigerung der Aktien. Die Aktionäre können eine Kapitalerhöhung nach eigenem Ermessen beschließen.
Kapitalerhöhungen können durch eingezahlte Kapitalerhöhungen und die Ausgabe von Bonusaktien erfolgen. Sie bieten Unternehmen sowohl in der Praxis als auch theoretisch zahlreiche Vorteile.
Kapitalerhöhungen können auf verschiedene Weise erfolgen. Kapitalerhöhungen mit externen Mitteln werden als eingezahlte Kapitalerhöhungen bezeichnet, während Kapitalerhöhungen mit Unternehmensmitteln als Bonusaktienerhöhungen bezeichnet werden. Unternehmen können ihr Kapital auf folgende Weise erhöhen:
- Partner, die zum Kapital des Unternehmens beitragen
- Die Unternehmensgewinne werden dem Kapital zugeführt, anstatt sie an die Aktionäre auszuschütten
- Aufnahme eines oder mehrerer neuer Partner im Unternehmen
- Fusion des Unternehmens mit einem anderen Unternehmen
- Hinzurechnung von Neubewertungsfonds zum Kapital
- Umwandlung von Unternehmensschulden in Eigenkapital
Je nach Situation des Unternehmens oder der Entscheidung der Partner kann eine dieser Methoden angewendet werden.
Was ist eine Kapitalerhöhung durch Einzahlung?
Bei einer Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht gibt ein Unternehmen neue Aktien aus und verkauft diese zu einem festgelegten Preis. Die Kapitalerhöhung erfolgt durch Fremdkapital und nicht durch interne Mittel. Die neu ausgegebenen Aktien werden verkauft und stellen dem Unternehmen so die benötigten Mittel zur Verfügung. Aktionäre können die im Rahmen der Kapitalerhöhung ausgegebenen Aktien erwerben. Sie haben ein Bezugsrecht, das ihnen Vorrang beim Erwerb der ausgegebenen Aktien einräumt. Aktionäre können die ausgegebenen Aktien entsprechend ihrem Aktienanteil erwerben, sofern sie den Preis in bar bezahlen. Damit ist die Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht abgeschlossen.
Wenn Aktionäre die neu ausgegebenen Aktien nicht erwerben möchten, können sie ihre Bezugsrechte über den Aktienmarkt verkaufen. Eine Kapitalerhöhung durch Bezugsrechtsemission bietet sowohl dem Unternehmen als auch seinen Aktionären mehrere Vorteile. Nach einer Bezugsrechtsemission verändern sich sowohl der Unternehmenswert als auch der Wert der Aktien, was für beide Seiten vorteilhaft ist. Ein weiterer Vorteil ergibt sich für die Aktionäre selbst, da neue Aktien ausgegeben werden können, wodurch sie neue Aktien im Verhältnis zu ihren bestehenden Anteilen erwerben können.
Was ist eine Bonusaktienausgabe?
Eine Bonusaktienausgabe unterscheidet sich geringfügig. Es handelt sich um eine Kapitalerhöhung für Unternehmen ohne Beteiligung von Aktionären oder anderen Personen. Bei einer Bonusaktienausgabe nutzt das Unternehmen eigene interne Ressourcen wie Neubewertungsaufschläge, Rücklagen, Gewinne aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften und Anlagevermögen sowie Aktienprämien. In diesem Fall müssen die Aktionäre kein Geld investieren. Zusätzlich zur Nutzung von Unternehmensressourcen zur Kapitalerhöhung gibt das Unternehmen Bonusaktien an seine Aktionäre aus, ohne zusätzliche Mittel zu benötigen.
Bonusaktien sind ein wichtiges Instrument für Unternehmen im Kampf gegen die Inflation. Sie dienen dazu, den durch Inflation bedingten Kapitalverlust zu verhindern. Bei einer Bonusaktienausgabe muss sich das Unternehmen keine Gedanken um die Kapitalbeschaffung machen; im Gegenteil, die Kapitalerhöhung wird aus eigenen Mitteln erzielt.
Welche Vorteile bietet also die Ausgabe von Bonusaktien? Einer der größten Vorteile liegt in der Besteuerung. Insbesondere Bonusaktien, die durch Gewinne aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften und Anlagevermögen sowie durch Aktienprämien finanziert werden, bieten Steuervorteile.
