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Junge Athleten und Transfers

Einleitung: Die Bedeutung des Rechtsschutzes für junge Sportler

Für Sportvereine ist die Investition in die Infrastruktur ein grundlegender Weg zu nachhaltigem Erfolg und wirtschaftlichem Wert. Der Transfer, die Vertragsunterzeichnung und der Übergang ins Profileben von Athleten unter 18 Jahren unterliegen jedoch sehr strengen rechtlichen Bestimmungen. Der Schutz von Kindern, ihre persönliche Entwicklung, ihre Bildungsrechte und die Integrität der Familie haben Vorrang vor den kommerziellen Aspekten des Sportrechts. Daher müssen nationale Gesetze, FIFA-Regularien und Kinderrechte bei Transferprozessen junger Athleten sorgfältig beachtet werden.

In der Türkei bilden das türkische Zivilgesetzbuch, das türkische Obligationenrecht, die UN-Kinderrechtskonvention, der türkische Fußballverband (TFF) und seine Bestimmungen sowie international die FIFA-Transferbestimmungen (FIFA RSTP) ein mehrschichtiges System zum Schutz junger Sportler.


1. Rechtsstatus von Athleten unter 18 Jahren

A. Status von Kinder- und minderjährigen Sportlern

Ein Sportler unter 18 Jahren ist nicht voll geschäftsfähig. Daher:

  • Er kann den Vertrag nicht unterzeichnen

  • Sie können keine Lohn- und Bonusvereinbarungen abschließen

  • Professionelle Übertragungsvereinbarungen können als ungültig erklärt werden.

Diese Athleten können nur mit der Erlaubnis ihrer Eltern oder Erziehungsberechtigten rechtliche Schritte einleiten

B. Verträge, die ohne elterliche Zustimmung geschlossen wurden

Verträge ohne elterliche Zustimmung:

  • Es mag völlig leer sein

  • Der Verein kann für Schäden haftbar gemacht werden

  • Es kann ein Disziplinarverfahren eingeleitet werden.


2. Einwilligung der Eltern und rechtliche Formvorschriften

Für alle Verträge mit jungen Sportlern ist die schriftliche Einwilligung der Eltern erforderlich

  • Sowohl der Sportler als auch ein Elternteil werden unterschreiben

  • Eine notarielle Beglaubigung wird gegebenenfalls eingeholt

  • Es wird für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Bildung und Sport gesorgt

  • Das Wohl des Kindes wird berücksichtigt.

Diese Genehmigung umfasst nicht nur die Teilnahme des Athleten am Verein, sondern auch Sponsoringverträge, Werbeaufnahmen und Trainingslager.


3. Die Natur von Verträgen junger Sportler: Unterscheidung zwischen Amateur- und Profisportlern

A. Amateurverträge

Dies wird üblicherweise für Nachwuchsathleten durchgeführt:

  • Beinhaltet keine Gebühren (ausgenommen Auslagen),

  • Es dient Bildungs- und Entwicklungszwecken

  • Der Zeitrahmen kann festgelegt werden, er sollte aber nicht einengend sein.

B. Berufsverträge

Um einen professionellen Vertrag in der Türkei zu unterzeichnen:

  • mindestens 15 Jahre alt.

  • Einholung der elterlichen Erlaubnis,

  • Die Zustimmung des türkischen Fußballverbands (TFF)
    ist erforderlich.

Mit Sportlern unter 15 Jahren dürfen keine Profiverträge abgeschlossen werden.


4. Transferprozesse: Nationale und internationale Regeln

A. Nationale Transfers

Gemäß den TFF-Bestimmungen:

  • Für Sportler unter 18 Jahren sind Vereinswechsel nur mit Zustimmung der Eltern möglich

  • Die Vereine haben die Verantwortung, junge Sportler auszubilden und zu fördern

  • Es wird eine Zuchtzulage gewährt.

B. Internationale Transfers: FIFA-Verbot für Spieler unter 18 Jahren

Laut FIFA RSTP:

Internationale Transfers von Athleten unter 18 Jahren sind grundsätzlich verboten.

Ausnahmen:

  1. Die Familie zieht aus nicht-sportlichen Gründen in ein anderes Land

  2. Transfers innerhalb der EU/des EWR für Kinder im Alter von 16 bis 18 Jahren,

  3. Athleten, die in Grenzregionen wohnen (50-km-Regel),

  4. Flüchtlingsstatus oder Status als unbegleitetes Kind.

Diese Verordnung wurde eingeführt, um Kinder vor dem illegalen Drogenhandel zu schützen.


5. Ausbildungsvergütung und Vereinsrechte

Wenn junge Sportler Profis werden, können Vereine Ausbildungskosten geltend machen. Die Berechnung umfasst Folgendes:

  • Das Alter des Athleten,

  • Die Kategorie des Vereins,

  • Die Ausbildungsjahre
    werden berücksichtigt.

Vergütung für Schulungsleistungen:

  • Es schützt die Investitionen des Vereins

  • Es verhindert, dass Sportler schon in jungen Jahren unter Druck gesetzt werden

  • Es sorgt für Stabilität auf dem Transfermarkt.

Die CAS-Urteile betonen, dass die Entschädigung „angemessen und verhältnismäßig“ sein muss.


6. Das Recht auf Bildung und die Verantwortung der Sportvereine

Die wichtigste Verantwortung der Vereine beim Transfer junger Sportler besteht darin, deren Recht auf Ausbildung zu schützen.

Vereine:

  • Der Schulbesuch des Sportlers muss sichergestellt werden

  • Es sollte ein Gleichgewicht zwischen Bildungsprogrammen und Sportprogrammen gefunden werden

  • Es führt keine anspruchsvollen oder vom Training ausgeschlossenen Ausbildungsprogramme durch

  • Es unterstützt die psychische und soziale Entwicklung.

Bei einem Verstoß gegen diese Verpflichtung drohen dem Verein ernsthafte rechtliche Risiken.


7. Schutz personenbezogener Daten junger Sportler

Bezüglich junger Sportler:

  • Gesundheitsdaten,

  • Leistungsbilanzen

  • Physikalische Messungen,

  • Akademische Informationen
    sind vertrauliche Daten.

Vereine unterliegen dem Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten (KVKK):

  • Einholung der ausdrücklichen Einwilligung,

  • Daten sicher speichern,

  • es nicht an Dritte weitergeben
    .


8. Vertragsungültigkeit und Schadensersatzansprüche

Gründe für die Ungültigerklärung:

  • Fehlende elterliche Zustimmung

  • Verletzung des Rechts des Athleten auf Bildung,

  • Übermäßige Vertragsdauer und Strafklauseln,

  • Die beruflichen Anforderungen sind für das Alter nicht angemessen.

In dieser Situation:

  • Der Sportler kann den Verein zur Zahlung einer Entschädigung verpflichten lassen

  • Der Athlet kann freigelassen werden

  • Gegen den Verein wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet.


9. Verantwortung von Managern und Dritten

Agenten, die Verträge mit Sportlern unter 18 Jahren abschließen möchten:

  • Einhaltung der FIFA-Agentenbestimmungen

  • , ein Gleichgewicht in der Entwicklung von Schule, Familie und Sportler zu wahren
    .

Geheime Transfervereinbarungen mit minderjährigen Sportlern ziehen strenge Disziplinarstrafen nach sich.


Fazit: Ein sicheres und rechtlich einwandfreies Transfersystem ist für junge Sportler unerlässlich

Der Schutz von Sportlern unter 18 Jahren ist ein Grundprinzip des Sportrechts. Daher:

  • Transaktionen ohne elterliche Zustimmung sind ungültig

  • Internationale Geldüberweisungen sind außer in Ausnahmefällen verboten

  • Das Recht auf Bildung hat Vorrang vor allen wirtschaftlichen Belangen

  • Die Ausbildungsentschädigung schützt die Investitionen in junge Athleten

  • Vereine und Verantwortliche müssen die Rechte der Kinder achten.

Die Gewährleistung einer gesunden Entwicklung junger Sportler ist sowohl für die ethischen Werte des Sports als auch für das Funktionieren des Rechtssystems von entscheidender Bedeutung.

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