Einzelner Blogtitel

Dies ist eine einzelne Blog-Bildunterschrift

Welche Methoden gibt es zur Beilegung von Streitigkeiten im Seerecht?

Allgemein 

Ein Großteil des Seehandels findet über die Meere statt. Daher ist er seit jeher ein entscheidender Bestandteil der internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Die Entstehung verschiedener Seegrenzen zwischen Ländern erschwert jedoch die Festlegung von Rechtsnormen in diesem Bereich. Vor diesem Hintergrund werden im Bereich des Seehandels nationale und internationale Quellen und anwendbare Rechtsnormen entwickelt.

 

Was sind die Quellen des Seerechts?

Die Tatsache, dass die Meere im Gegensatz zum Land keine klar definierten Grenzen aufweisen, macht die für den Seehandel geltenden Rechtsvorschriften naturgemäß komplex. Jedes Land hat spezifische Rechtsvorschriften für den Seehandel in seinen Häfen. Die nationalen Rechtssysteme unterscheiden sich von Land zu Land. In der Türkei ist das türkische Handelsgesetzbuch (TTK) die primäre Quelle. Dieses allein ist jedoch nicht ausreichend; es werden auch andere Gesetze herangezogen.

Zu den Quellen des nationalen Rechts gehören:

– Türkisches Handelsgesetzbuch (TCC)

– Türkisches Zivilgesetzbuch (TMK)

– Vollstreckungs- und Insolvenzrecht (EBL)

– Kabotagerecht usw.

Bei internationalen Quellen greift das Völkerrecht, da diese häufig zwischen Staaten gelten. Beispiele für internationale Quellen sind die Haager Regeln (1924) und das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS) von 1982.

Das Rechtssystem umfasst ungeschriebene Rechtsregeln aus der Vergangenheit bis zur Gegenwart. Auch das Völkergewohnheitsrecht spielt im Seehandel eine Rolle. Etablierte Praktiken und Gepflogenheiten im Schifffahrts- und Transportwesen können bindend sein.

Rechtsunsicherheit und Streitigkeiten im Seehandel 

Der internationale Handel ist multilateral. Daher können Rechtsnormen in verschiedenen Ländern unterschiedlich angewendet werden. Dies kann zu Rechtslücken führen. Aus diesem Grund legen die Vertragsparteien in manchen Verträgen fest, welches nationale Recht Anwendung finden soll. Im Seehandel entstehen Streitigkeiten hauptsächlich aus Meinungsverschiedenheiten zwischen Parteien im Zusammenhang mit kommerziellen Aktivitäten auf See, wie beispielsweise Schifffahrt, Frachtverträge, Kollisionen, Bergung, Schiffsschäden und Ladungsverlust. Diese Streitigkeiten können sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene auftreten.

Methoden zur Beilegung von Streitigkeiten

  1.  Durch rechtliche Schritte
  • In der Türkei werden Fälle im Zusammenhang mit dem Seehandel von den Handelsgerichten erster Instanz verhandelt.
  • Bei einem ausländischen Bezugspunkt kommen die Regeln des internationalen Privatrechts zur Anwendung.

2. Durch Schiedsverfahren

  • Die Parteien können eine Schiedsklausel in ihren Vertrag aufnehmen, die es ihnen ermöglicht, anstelle staatlicher Gerichte ein privates Schiedsgericht anzurufen.

3. Mediation

  • Die obligatorische Mediation wurde als Voraussetzung für Gerichtsverfahren in Handelsstreitigkeiten eingeführt. Dies wird als schnellere und kostengünstigere Lösung bevorzugt.

4. Kompromiss

  • Im internationalen Transportwesen können die Parteien auf die von ihnen vorher festgelegten Streitbeilegungsmethoden zurückgreifen.

Abschluss 

Die im Seehandel geltenden Rechtsvorschriften basieren auf vielfältigen Quellen, darunter nationale Gesetze, internationale Übereinkommen und Seehandelsgewohnheitsrecht. Obwohl das türkische Handelsgesetzbuch in diesem Bereich primär als Referenzquelle dient, wird es stets in Verbindung mit anderen relevanten Gesetzen betrachtet. Bei der Ausarbeitung von Verträgen im Seehandel ist es daher unerlässlich, eindeutig festzulegen, welches Recht Anwendung findet und welche Gerichte zuständig sind. Dies beugt Unklarheiten bei der Beilegung potenzieller Streitigkeiten vor und schafft Rechtssicherheit für die Vertragsparteien.

Gozdenur Turna

Antwort hinterlassen

Jetzt anrufen-Button